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REINZEICHNUNG

Jetzt werden wir zu echten Spießern.

 

In der Reinzeichnung werden die Entwürfe erst wirklich produktionsreif umgesetzt. Hier zählt jeder Zehntelmillimeter, jeder Strich, jede Nuance. Farben heißen hier nicht mehr einfach nur rot oder grün oder blau, sondern HKS 14 N, Pantone 667 C oder c100m50y00k15.

Schrift wird nun Typografie genannt und die Größe in Didot-Punkt angegeben, es gibt Serifen, Glyphen, hängende Interpunktion, Bold, Italic, Kapitälchen und ein Grundlinienraster. 

Bilder werden zu einer eigenen Wissenschaft in cmyk, rgb, lab oder Sonderfarben. Farbprofile müssen festgelegt werden, die Auflösung in dots per inch muss beachtet werden. Scharf zeichen, verflüssigen, auffrischen, retuschieren und manipulieren was das Zeug hält – damit die digitale Realität noch ein bißchen schöner wird als das reale Leben.  Und wehe da verrutscht mal was um einen Pixel…!

Papier sagt ewig die Wahrheit!

 

Im Gegensatz zu Onlinemedien bleibt ein Tippfehler, eine krumme Linie oder ein unscharfes Bild ewig auf dem Papier stehen. Deshalb ist ein pixelgenaues, farbkonsistentes Arbeiten unabdingbar.

Nach der Layoutphase muss daher in der Reinzeichnung genauestens gearbeitet werden und anschließend das zu erwartende Druckergebnis (=Digitalproof) vom Kunden freigegeben werden. An dieser Stelle hat der Kunde auch einen rechtlichen Anspruch darauf, dass das gelieferte Druckprodukt inhaltlich mit dem von ihm freigegebenen Proof übereinstimmt!